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Vor mittlerweile mehr als 16 Jahren bin ich mit meinen damals drei Söhnen mit einem alten Wohnmobil auf der kanarischen Insel La Palma gelandet und bis heute dort geblieben, nachdem wir im Nordwesten in dem kleinen Ort Garafia unser Paradies gefunden haben.
Die Lage am Rand des Dorfkerns und auf der anderen Seite des Barranco de la luz, einer gigantischen Felsschlucht, ist perfekt, in zwei Minuten kann man zu Fuss die Plaza erreichen, und längst gibt es dort alles, was man so braucht, Post, Bank, Supermarkt usw., und die Kinder können zu Fuss zur Schule gehen, so dass ich das Auto abschaffen konnte.
Obwohl wir hier nur zur Miete wohnen, haben wir all die Jahre daran gearbeitet, den Platz erst bewohnbar und dann immer schöner zu machen, und ich habe einen Garten angelegt, der inzwischen reichliche Erträge liefert.
Ein paar Jahre habe ich Erdbeeren und Kräuter verkauft, hauptsächlich durch die langen Transportwege war das aber ein mühsames Geschäft.
Später habe ich an allen möglichen Plätzen der Insel Ausstellungen mit meinen Fotos von La Palma gemacht und war an der Gründung des Wochenendmarktes in Puntagorda beteiligt.
Um dort auch meinen Naturschmuck verkaufen zu können, musste ich die kanarische Kunsthandwerkerprüfung machen, und da mir die Arbeit mit den Drachenbaumsamen viel Freude bereitet, ist sie mittlerweile zu meinem Haupterwerb geworden.
Manchmal werde ich auch zu Kunsthandwerksmessen hier oder auf den anderen kanarischen Inseln eingeladen.
Gerne würde ich auch an Märkten in Deutschland oder sonst wo in Europa teilnehmen. Falls ich mit meinem kleinen Schmuckstand irgendwo erwünscht bin, wo es dann nicht gerade unmenschlich kalt ist, bin ich für alles offen. Es wird wohl nicht zu meinem Lebensinhalt werden, von Markt zu Markt zu ziehen, dazu bin ich viel zu gerne zuhause, und der Mercadillo in Puntagorda ist der schönste Markt, den ich kenne. Ich bin froh, dass ich meinen festen Platz dort habe, aber ein- oder zweimal im Jahr ist eine Einladung zu einem anderen Markt oder einer Kunsthandwerksmesse ein willkommener Anlass zum Reisen und zum Austausch mit anderen Kunsthandwerkern.
Inzwischen ist bei uns auch der Fortschritt eingekehrt in Form von Strom, Telefon, Internet, warmer Dusche, Waschmaschine, usw., die Dächer sind regendicht und wir haben einen richtigen Weg mit Stufen und Geländer bis zum Grundstück. Da wir nur 450 M.ü.M. wohnen, müssen wir fast nie heizen und können uns den ganzen Tag draussen aufhalten, die Luft ist so klar, wie sonst fast nirgendwo auf der Welt, das Wasser hat Trinkwasserqualität und ist richtig lecker, und oft kann man die Stille hören, ich empfinde das Leben hier als reinen Luxus.
Ich bin noch nie so lange an einem Platz geblieben, aber inzwischen kann ich mir kaum noch vorstellen, hier wieder weg zu gehen.
Wer mehr über unser Alltagsleben lesen möchte, kann bei la-palma-turismo-rural unter der Rubrik „Briefe und Bilder“ ein paar Briefe mit Fotos zu unserem Dorfleben in Garafia finden
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